Daggis Mixer
Das "Bürgerfest im Südpark" wird mittlerweile zur Hälfte vom städtischen Jugendamt veranstaltet. Bei den Veranstaltungen tobt sich dadurch ein knüppelhartes Kindertantentum aus, aber wenigstens gibt es das Fest noch. Auch die traditionelle Diskussion am Sonnabend Vormittag zeigt sich deutlich verändert. Bis auf die Reste der Organisationsgruppe und die üblichen Verdächtigen aus der Kommunalpolitik diskutierten dort fast nur noch städtische Angestellte miteinander. Was Züge einer Beamtencomedy hatte, die ja auch recht unterhaltsam sein kann.

"Prekariat in Halle-Neustadt" war das plakatierte Thema, Oberlehrer Töttler moderierte und lotete zunächst die Definition aus. "Prekarianer" verortete die Runde dann in Kindern ohne Pausenbrot und Arbeitslosen, die über die Qualität der vom Arbeitsamt vermittelten Stellen meckern. Doch außer um Unterschichten-Schelte ging es auch um das Dauerthema Finanzen. Die Sparzwänge sind völlig verinnerlicht, die Frage ist nur, welcher "Frosch" zuerst in "Daggis Mixer" kommen soll. Die versammelte Angestelltenschaft war sich einig, dass dies der ehrenamtliche und grüne "Frosch" sein müsse. Problemfelder wie die Kleiderkammer der AWO und die platt gemachten Projekte bei "Jahresringe" wurden durchaus benannt, zu Forderungen mochte sich niemand durchringen.

Einig war sich die Runde, dass es in der "gnadenlosen Tantenherrschaft" dramatisch an mündigen männlichen Bürgern fehlt. Was lernt der arglose Veranstaltungsbesucher nun aus dem Gesagten? Als Kind immer genug Fressalien mit in die Schule nehmen und sich als Erwachsener nie über die Vermittlungsleistungen der Arbeitsverwaltung äußern. Schon gar nicht gegenüber Hundefreunden, die morgens durch den Südpark streunen - es könnten Lockvögel der ARGE sein!

"Prekariat in Halle-Neustadt" war das plakatierte Thema, Oberlehrer Töttler moderierte und lotete zunächst die Definition aus. "Prekarianer" verortete die Runde dann in Kindern ohne Pausenbrot und Arbeitslosen, die über die Qualität der vom Arbeitsamt vermittelten Stellen meckern. Doch außer um Unterschichten-Schelte ging es auch um das Dauerthema Finanzen. Die Sparzwänge sind völlig verinnerlicht, die Frage ist nur, welcher "Frosch" zuerst in "Daggis Mixer" kommen soll. Die versammelte Angestelltenschaft war sich einig, dass dies der ehrenamtliche und grüne "Frosch" sein müsse. Problemfelder wie die Kleiderkammer der AWO und die platt gemachten Projekte bei "Jahresringe" wurden durchaus benannt, zu Forderungen mochte sich niemand durchringen.

Einig war sich die Runde, dass es in der "gnadenlosen Tantenherrschaft" dramatisch an mündigen männlichen Bürgern fehlt. Was lernt der arglose Veranstaltungsbesucher nun aus dem Gesagten? Als Kind immer genug Fressalien mit in die Schule nehmen und sich als Erwachsener nie über die Vermittlungsleistungen der Arbeitsverwaltung äußern. Schon gar nicht gegenüber Hundefreunden, die morgens durch den Südpark streunen - es könnten Lockvögel der ARGE sein!
stulli - 3. Jun, 06:16